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Handball: Abschied von den Trommeln für Großschwabhäuser Fans

Geschrieben von Maik Wichmann am .

"Wir wollen nicht gewinnen", sagt Trainer Dirk Heinemann vor dem Heimspiel der Großschwabhäuser Thüringenliga-Handballer am Samstag gegen den Nordhäuser SV. "Sondern wir müssen." Allein schon der Tabellenstand bestätigt sein Motto: Die Fortunen sind Schlusslicht, haben aber auch nur einen Punkt Rückstand auf das rettende Ufer. Mit einem Sieg wären sie bis auf drei Pluszähler an Gegner Nordhausen dran.

Zur ohnehin starken Heinemann-Fraktion mit Trainer Dirk, Sohn Sascha als Spieler und dem nicht verwandten oder verschwägerten Kapitän Jörg kommt am Samstag eine vierte Kraft: Nick Heinemann, der andere Sohn und aktiv beim Bundesligisten ThSV Eisenach, unterstützt seinen Vater auf der Trainerbank. Interessant wird vor allem die Frage, wie die Fortunen den Nordhäuser Rückraum-Torjäger Stefan Fuhrmann in den Griff bekommen. "Im Hinspiel ist uns das nicht gelungen, da machte er zwölf Tore", erinnert sich Dirk Heinemann an die erst vor knapp drei Wochen ausgetragene Partie. "Wichtig wird auf jeden Fall sein, dass wir immer aggressiv auf den Ballführenden gehen. Agieren, so wie in Apolda. Wenn wir nur reagieren, sind wir immer einen Schritt zu spät und verlieren am Ende."

Die Großschwabhäuser treten voraussichtlich in Bestbesetzung an - ein Fragezeichen steht nur hinter Kristjan Schmitt aus dienstlichen Gründen. Der Coach hofft, dass bei Leistungsträgern wie Nicky Resimius und Benjamin Kasch der Knoten diesmal platzt und sie auch unter dem aktuellen nervlichen Druck zu alter Stärke finden.

Wahrscheinlich ihre Abschiedsvorstellung erleben am Samstagabend die Instrumente der inzwischen in ganz Thüringen bekannten Großschwabhäuser Trommler-Gruppe. Das Restaurant "El Greco" Legefeld stiftete dem Verein die Geldsumme, um die stark beanspruchten und verschlissenen Spielgeräte bald zu ersetzen.

Unter einem ähnlichen Siegesdruck wie Großschwabhausen stehen auch die Männer des HSV Apolda. Mit vier Minuspunkten Rückstand auf die HSG Werratal kann sich das Glockenstadt-Team keinen Punktverlust mehr erlauben, um das Saisonziel Aufstieg zumindest in Blickweite zu behalten. Gegner am Samstag ab 19.30 Uhr in der Seelenbinder-Halle ist der Tabellen-Neunte Aufbau Altenburg. "Was wir brauchen, sind Konstanz und Konzentration über 60 und nicht wie zuletzt nur über 30 Minuten", sagt Trainer Matthias Allonge. "Wir müssen unsere Fehlerquote senken."

Michael Grübner / 22.01.14 / TA