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Wer 1:0 führt, verliert!

Geschrieben von Ines Heinemann. Veröffentlicht in 1.Damen1415

Frauen Verbandsliga Staffel 1, 19. Spieltag
Sonntag, 22.03.2015
Begegnung: Sonneberger HV - SG Schott Jena/ Großschwabhausen
Halbzeitstand: 4:13
Endstand: 9:40
Schiedsrichter: Ehrhardt/ Müller ( TSV Germ. Krölpa)

 

Am vergangenen Sonntag geschah das Unfassbare: Schenkt man den Anzeigen der Körperwaagen einiger Spielerinnen am Abend des 22.03.2015 Glauben, so endete die Begegnung mit dem Sonneberger HV trotz 60-minütiger Spielanstrengung mit deutlichem Kalorienüberschuss. Heitern Gemütes schlemmte man sich nach dem 40:8 Sieg gegen die „Sumbarcher“ Damenmannschaft uschiclublike nach allen Regeln der Kunst quer durch den Kuchen-, Klops- und Pizzagarten.

Die Belohnung nach den Spiel mussten sich die SG Damen allerdings erst einmal verdienen. Und DAS war gar nicht mal so leicht. Das gewohnt souveräne Auftreten in den ersten Spielminuten, welches man aus den vergangenen Partien kannte, ließ an diesem Spieltag vorerst auf sich warten. Die Abwehrleistung (auch an diesem Tag entschied sich Trainer Zufelde für die, in den letzten Spielen beliebt gewordene, 5:1 Variante) schien dabei weniger das Problem zu sein. Hauptsächlich störten Abstimmungsschwierigkeiten und technische Fehler im Angriff den Spielfluss der SG. Tippel-tappel-TOR konnte man sich dennoch von den abwehr- und angriffsschwachen HV-Damen absetzen. Nach erfolgter Auszeitansprache hörte man dann regelrecht den Groschen fallen. In der Abwehr spekulierte man erfolgreich(er) und im Angriff schrieb man sich auf die Fahne geduldiger und überlegter zu agieren. Mit dieser „Strategie“, die im Grunde keine ist, da sie lediglich den Einsatz gesunden Menschenverstandes erfordert, erspielte man sich bis zur Halbzeitpause über die Stationen (6:2), (9:3) und (16:4) einen 12-Tore-Vorsprung. 12 Tore, das ist im Übrigen auch die Anzahl, die Julia Aepler zum Auswärtssieg beisteuerte und die ihr den Titel „erfolgreichsten Werferin der Partie“ zuteilwerden ließ. Viel Anbrennen konnte aufgrund des zweistelligen Torepolsters in der zweiten Halbzeit nun nicht mehr. Hier und da mit angezogener Handbremse, steuerte man im Großen und Ganzen doch recht geradlinig auf die 40er Marke zu und erfüllte damit zur Freude aller Anwesenden den Tagessoll.

Das nächste Spiel bestreitet die SG dann erst wieder am 18.04.2015. Im Derby gegen den direkten Tabellennachbarn aus Jena wird es dann noch einmal spannend.

Tor: K. Knispel, D. Schwarz

Feld: J. Aepler (12/1), S. Dräger (7), S. Ritz (6/4), M. Reichardt (5), Katja Ihlenfeldt (4), J. Tybussek (3), Charlotte Fuest (3)