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Und am Ende war alles dabei: Ein Unentschieden, eine Niederlage, deutliche und weniger deutliche Siege führten zur Meisterschaft!

Geschrieben von Ines Heinemann. Veröffentlicht in 1.Damen1415

Frauen Verbandsliga Staffel 1, 22. Spieltag
Samstag, 02.05.2015
Begegnung: SG Schott Jena/ Großschwabhausen – TSV Oppurg
Halbzeitstand: 15 : 9
Endstand: 28 :21
Schiedsrichter: Hausdörfer/ Hanse ( Goldbach/ Hermsdorf)

 

Wie schnell eine Saison vergehen kann, wurde wohl allen Großschwabhäuser Handballern am vorletzen Samstag mal wieder bewusst, denn Frauen und Männer der SG bzw. Fortuna luden zum letzten Heimspiel ein, das gleichzeitig für beide Mannschaften auch das letzte der Saison sein sollte.

Zu Gast bei den Damen der SG Jena/Großschwabhausen waren diesmal die Damen des TSV 1898 Oppurg, die den vierten Tabellenplatz belegten. Schon vor Beginn des Spiels war die Anspannung bei vielen Spielerinnen und auch dem Trainer Michael Zufelde deutlich zu spüren. Immerhin gab es in diesem Spiel viel zu gewinnen oder zu verlieren. Und so machte der Trainer in seiner Ansprache in der Kabine deutlich, dass man nur durch konzentriertes Spielen dieses letzte Duell und damit die Meisterschaft gewinnen könne, da die Gegnerinnen aus Oppurg nicht zu unterschätzen seien. Immerhin hatten sie Anfang März erreicht, was die SG-Damen nicht geschafft hatten, die Konkurrenten um den Meistertitel, die zweiten Damen des HBV Jena, zu schlagen.

In den ersten Minuten der Begegnung gelang es den Spielerinnen der SG jedoch nicht sichtbar ihre Anspannung fallen zu lassen und zu demonstrieren, auf welchem Konto die letzten beiden Punkte der Saison verbucht werden sollten. So kam es in der ersten Viertelstunde der Begegnung zu überhasteten Abschlüssen und unkonzentriertem Passen und Fangen und der Spielstand plätscherte von 1:1 über 3:2 zu 5:4 gemächlich dahin. Ein Grund war wahrscheinlich die sehr emotionale Verabschiedung zweier liebgewonnener Mitspielerinnen, Katja Ihlenfeldt und Susanne Ritz, direkt vor dem Anpfiff.

Aber dann, ganz unbemerkt, kam die SG langsam in Schwung. Durch konsequentes Anwenden bewährter Spielzüge gelang es immer, wenn die Oppurgerinnen ein Tor erzielten, mit zwei Gegentoren zu kontern. Beim Ertönen des Halbzeit-Pfiffs hatte man die Führung bereits auf 15:9 ausgebaut. Nachdem Wiederanpfiff gelang es den Damen der SG nahtlos an die erste Halbzeit anzuknüpfen und sich innerhalb kurzer Zeit mit 21:11 abzusetzen. Nachdem die 10-Tore-Führung erreicht worden war, agierten die Gastgeberinnen sichtlich ruhiger und ließen keinen Zweifel mehr daran, wer in der Saison 2014/15 die Meisterschaft in der ersten Staffel der Thüringer Verbandsliga gewinnen würde. Die Stimmung auf dem Feld, der Bank und auch unter den Zuschauern wurde ausgelassener und alle Spielerinnen sollten im letzten Saisonspiel noch einmal zum Einsatz kommen. Am Ende der Partie, nach 60 langen Minuten, hieß es 28:21 für die Damen der SG Jena/Großschwabhausen.

Hervorzuheben sind in dieser Saison vor allem die Leistungen von Susanne Ritz, die in der nächsten Saison wieder für den HSV Weimar spielen wird, und von Steffi Dräger. Beide Spielerinnen erzielten zusammen 310 Tore, etwas mehr als die Hälfte aller Treffer, die dem Konto der SG-Damen in dieser Saison gutgeschrieben wurden. Außerdem natürlich die sehr guten torhüterischen Leistungen, vor allem die von Kristin Knispel, die insgesamt drei Mal das Tor traf und damit sicher die beste Torschützin unter den Torhütern der Verbandsliga in Thüringen ist.

Ein großes Dankeschön gilt an dieser Stelle den treuen Zuschauern und den fleißigen Trommlern, die nicht selten den Takt des Spiels unterstützten. In der nächsten Saison wird die Spielgemeinschaft zwischen dem SV Schott Jena und der Fortuna Großschwabhausen aufgelöst. Die Frauen der ersten Mannschaft verbleiben in Großschwabhausen, die der zweiten werden zukünftig für den SV Schott antreten.

Die Entscheidungen auf dem Feld trafen: Ricardo Hausdorfer (SV Goldbach) und Jens Hanse (SV Hermsdorf)

Für die SG spielten: Kristin Knispel (Tor), Doreen Schwarz (Tor), Steffi Dräger (6/1), Dörte Tessmann, Manuela Reichardt (1), Lisa Günther (3), Judy Tybussek, Diana Brückner (2), Anja Andreß, Susanne Ritz (5/1), Katja Ihlenfeldt (3), Julia Aepler (6), Tina Müller, Sarah Kretschmer